Lauenburg-Hitzacker (Etappe: 55 km)

13. Juli 2026
Heute in der Früh ging es nach einem opulenten Frühstück los. Unsere Vermieterin meinte, wir müssen über die Elbbrücke. Diese Brücke habe ich vom Frühstücktisch aus beobachtet und sie hat mir bereits Kopfzerbrechen bereitet! Ich meinte noch: Gibts da keine Fähre? Gestern hab ich doch eine gesehen! Aber sie meinte, Fährverkehr sei wegen Niedrigwassers eingestellt.
Diese Brücke wollte ich einfach nicht überqueren, es musste doch einen anderen Weg geben, da der Radweg an beiden Ufern entlang ging! So ist es auch und wir fuhren das linke Elbufer entlang auf Hochwasser-Schutzdämmen, an Feuchtgebieten vorbei, wo Störche in den Auen herumstolzieren und Bussarde ihre Kreise ziehen, entlang des Biosphärenpark Elbtalauen. Das Wetter ist heiß, ein Gewitter liegt in der Luft.
Schließlich erreichen wir den Ort Bleckede, wo eine Fähre Fahrzeuge von einem zum anderen Elbufer bringt. Wir sind natürlich drauf! Die Elbe war damals bis zu diesem Ort die Grenze zwischen Ost-und Westdeutschland, zwischen Niedersachsen (O) und Schleswig-Holstein (W). Hier steht auch ein Wachturm als Mahnmahl, von dem aus man die Umgebung gut überblicken konnte! Wir setzen über und machen kurz Halt bei der Hafenmieze am Miezenparkplatz! Dann gehts weiter. Leider sind die Straßen nicht immer asphaltiert und wir müssen unsere Distanz auf Schotterstraßen überwinden. Das ermüdet wahnsinnig und tut unseren Sitzbeinknochen auch nicht gerade gut! Daher machen wir eine Rast unter einer Eiche, die Schatten spendet. Wir vergessen total, dsss überall auf dem Radweg Gefahrenschilder hängen, das vor Eichenprozessionsspinnern warnt. Hoffentlich haben wir uns da nichts eingefangen!
Nach der Rast gehts weiter durch Waldwege und über Landstraßen und wir nähern uns immer mehr unserem Ziel Hitzacker. Nach 55 km kommen wir ziemlich geschlaucht dort an und beziehen unser morgens gebuchtes Quartier. Auch Hietzacker ist eine wunderschöne, alte Stadt mit Fachwerkhäusern und Geschichte! Die Menschen hier sind freundlich, bleiben stehen und fragen nach, ob man etwas braucht. Man merkt deren Hilfsbereitschaft, nichts kann sie aus der Ruhe bringen!
Am Abend gehen wir essen und danach fallen wir ins Bett!















