Dresden (Florenz des Nordens)

21. + 22. Juli

Die letzten beiden Tage verbringen wir in Dresden, wegen seiner Barockarchitektur, und der Kunstsammlungen auch Florenz des Nordens genannt, und haben für die zwei Tage doch ein recht straffes Programm. Man könnte die Zeit natürlich ausweiten, sich überall vertiefen. Trotz allem gewinnen wir einen Eindruck von der Stadt.

Zuerst beginnen wir mit einer Hop on -Hop off Tour. Da werden uns die geschichtlichen Eckdaten der Stadt vermittelt.

Wir machen Halt an der ‚Gläsernen Manufaktur‘, dem VW-Werk in Dresden, bei dem es um die Produktion von Elektroautos geht. Sehr interessante Details, die man da sieht und hört.

Danach steigen wir bei Pfunds Molkerei, der schönsten Molkerei aus. Es waren die Gebrüder Pfund, die die Kondensmilch erfunden haben, damit viel Geld gemacht haben und mit der Firma Villeroy &Boch den Laden mit Keramik auskleiden ließen. Heute ist es ausschließlich ein Verkaufsladen, wo verschiedene Produkte aus Milch (Kondensmilch) angeboten werden.

Zum Abschluss des Tages machen wir noch einen Abstecher ins Schokolade-Museum, dort verkosten wir natürlich auch ein bisschen.

Am zweiten Tag machen wir eine Walking-Tour durch die Altstadt und hier begegnet man überall August dem Starken, Kurfürst August III. aus dem Hause Wettin, dem damaligen Herrscher, der den Zwinger anfänglich als Orangerie für seine Pflanzen zum Überwintern bauen, später dann ausbauen ließ. Ich hätte angedacht, ob wir nicht auch so ein Gebäude für unsere Pflanzen bauen könnten, aber Karl meint, es gäbe bei uns nicht so viel Platz!😅 August war ein absolutistischer Herrscher, der unter anderem für den Großen Nordischen Krieg verantwortlich war und und Kunst, Kultur und Prunk liebte. Unter seiner Regentschaft wurde auch die Semper-Oper (vormals Oper am Zwinger), erbaut vom Namensgeber Semper, aber auch die Frauenkirche (Lutherkirche, damals war das ganze Land lutheranisch). Die Hofkirche ist allerdings römisch katholisch, weil August heimlich konvertierte, um die polnische Krone empfangen zu können! Anscheinend war er ziemlich machtgierig, was ihn von so manchem heute lebenden Politiker nicht unterschied.

Danach gehen wir ins Hygiene-Museum. Es gibt dort zwei Ausstellungen, nämlich über mentale und über körperliche Gesundheit. Beide Ausstellungen sind sehr interessant!

Außerdem besuchen wir die in Dresden derzeit aktuelle und bis 6. Oktober gastierende Bansky-Ausstellung: Ein Highlight! Der wahrscheinlich in Bristol geborene Graffiti-Künstler, den niemand zu Gesicht bekommt, wird als der erfolgreichste lebende Künstler gehandelt! Zeitgenössisch-querdenkend-den Frieden liebend-aufrührend-zum Nachdenken anregend!

Morgen legen wir unsere letzte Wegstrecke nach Bad Schandau zurück. Sie ist zwar eher kürzer, soll aber recht anstrengend sein, weil es Richtung Bad Schandau bergauf geht…..