Lutherstadt Wittenberg-Torgau (Etappe: 70 km)
18. Juli 2026
Heute verlassen wir die Lutherstadt Wittenberg und machen noch einen kurzen Abstecher zur Luther-Eiche, bei der Luther den Bannbrief des Papstes, der ihn damals aus der römisch katholischen Kirche verstieß, verbrannte.
In dem Hotel, in dem wir nächtigten, treffen wir ein paar Pressbaumer, den Sohn von Otto G., Karls Mentor damals bei der EVN. Das war eine Überraschung! Wir trafen einander zuletzt bei Karls Pensionsfeier, wo Herbert G. seinen 97-jährigen Vater zur Feier mit begleitete. Wir plaudern ein wenig und kommen drauf, wir haben dasselbe Ziel, nämlich Torgau!
Wir kommen gut aus der Stadt raus und es geht voran. Es ist heute bedeckt, nicht heiß und angenehm zu fahren. Wieder einmal müssen wir die Elbe in Elster mit der Fähre überqueren und tun das ein weiteres Mal mit einer Gierseilfähre. Wir sind die einzigen Passagiere und denken, wir warten auf weitere Mitfahrer, doch plötzlich legt der Kapitän ab und meint nur fröhlich lachend: Nee, sonst wirds ja langweilig!
Wir kommen auch an einer Bockwindmühle vorbei, die bis 1945 tatsächlich in Betrieb war, dann verfallen ist, im Jahr 1997 wieder restauriert wurde heute unter Denkmalschutz steht. Die Mühle steht auf einem ‚Bock‘, einem Holzpfahl, mit einem Holzgestell, der mit einem Außenbalken in den Wind gedreht werden kann, damit der Mühlstein bewegt wird und Korn gemahlen werden kann.
Heute kommen wir durch keine spannende Stadt, es gibt nur Landschaft, Fähre, ‚Entfernungsbaum‘, kurze Pausen zwischendurch, Elbe und radeln, radeln, radeln……bis wir in Torgau ankommen. Nett, wenn man es gesehen hat, wenn man es nicht gesehen hat, wird einem nix fehlen…..


















