Tag 9-Abreise und Heimflug

Heute geht’s heimwärts! Jede Reise geht einmal zuende, so auch diese. Es war sehr schön, die verschiedenen Städte kennenlernen! Es war auch schön, eine Kreuzfahrt zu machen.
Nun einige Gedanken zum Themaa Kreuzfahrt und Umwelt:
Beim Thema Kreuzfahrt scheiden sich die Geister: Viele meinen, die würden aus Umweltgründen oder aus Menschenrechtsgründen keine Kreuzfahrt machen und versuchen, ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Ja, niemand muss das tun.
Die Kreuzfahrt Schiffe gibt es nun Mal. Sie fahren, egal ob das Schiff voll besetzt ist oder nicht. Da die Reedereien um ihren Ruf wissen, tun sie alles, um aus der Negativspirale zu kommen! Sie investieren in Forschung, um weniger Treibstoff zu verbrauchen bzw. klimaschonend zu fahren. In Norwegen gibt es sogar schon ein Postschiff, das komplett elektrisch betrieben wird. Das wäre ja ein Schritt in die richtige Richtung.
Auch von den einzelnen Systemen und Technologien an Bord, wie dem Toilettensystem (Saugfunktion, wenig Wasserverbrauch), Trinkwasseraufbereitung aus Meerwasser u.v.m., könnte auch die Landbevölkerung profitieren. Vielleicht sollte man genauer hinsehen und nachfragen, bevor man urteilt!
Oft urteilen Menschen genau darüber, die dann Kleidung vom Billigstanbieter aus China kaufen, wo containerweise die Ware verschifft bzw mit dem Flugzeug angeliefert wird und die Herstellung dieser bereits extrem umweltschädlich für die Region und die Menschen vor Ort ist. Oder aber auch jene, die Erdbeeren aus Ägypten im Jänner, Weintrauben aus Chile, Avocados aus Südamerika kaufen, die ebenfalls mit Containerschiffen gebracht werden oder-schlimmer noch- frische Flugeware kaufen. Aber-auch da gilt es zu bedenken- ist es besser, diese aus fernen Ländern angelieferte Wäre vergammeln zu lassen?
Auch die Sache mit den Menschenrechten ist ein zweischneidiges Schwert: Natürlich arbeiten auf den Kreuzfahrtschiffen viele Asiaten, die nach INTERNATIONALEM Recht bezahlt bekommen und deren Recht internationalem Arbeitsrecht unterliegen! Deutsche Mitarbeiter werden nach deutschem Recht behandelt bzw. bezahlt, was natürlich deutlich besser ist. Aber auch die deutschen Arbeitskräfte haben 14-Stunden-Tage, die Wertschätzung füreinander ist spürbar, denn sie sitzen trotzdem alle ‚im selben Boot‘! Außerdem hat ein Mitarbeiter gemeint, er kann mit seiner Frau ein Jahr lang aufs Schiff gehen, kann seiner Familie Geld schicken. Wenn er nach Hause kommt, kann er sich mit dem restlichen Geld seine Existenz zu Hause aufbauen und seinen Traum erfüllen. Einige der Mitarbeiter reisen auch alleine, weil sie homosexuell sind und Homosexualität in ihrem Land sozial geächtet bzw ein Verbrechen ist.
Man kann also sagen, dass jede Medaille zwei Seiten hat und viele (Vor)Urteile nicht gerechtfertigt sind. Vielleicht sollten wir alle weniger mit erhobenem Zeigefinger da stehen und urteilen, sondern einfach auf uns selber schauen.
Wir lieben es, eine Kreuzfahrt zu machen. Es bietet die Sicherheit an Bord, jeden Tag ein ‚eigenes‘ Bett, den Komfort eines Hotels mit jeder Menge Unterhaltung (und VIIIIEL MUSIK😊) und Zeitvertreib für Jung und Alt! Schön war’s! Wir werden es vermutlich wieder tun…..


