Tag 7 – Abfahrt aus Oslo

Bevor wir Oslo verlassen, gehen wir noch einmal von Bord und machen einen Spaziergang hinein in die Stadt. Um 12.30 heißt es ‚ Alle Mann an Bord‘, um 13.00 Uhr ‚Leinen los‘! Das Schiff muss sich drehen, um aus aus dem Hafen manövrieren zu können und schon hören wir zum letzten Mal auf dieser Reise die Melodie ‚Sail away‘! Es heißt jetzt Norwegen und Oslo auf Wiedersehen zu sagen!
Norwegen, ein besonderes Land: Das Land der Feen.und Trolle, mystisch, landschaftlich schön, die Menschen eher wortkarg, aber sehr freundlich. Die Landschaft prägt eben die Menschen!
Norwegen ist eines der flächenmäßig größeren Länder Europas (ca. 365 000 km2), aber mit nur rund 5,5 Mio Einwohnern dünn besiedelt (Bevölkerungsdichte-14 Einwohner pro km2). Der Großteil der Bevölkerung lebt im Süden des Landes. 700 000 Menschen, also ca 1/5 davon in der Hauptstadt Oslo.
Lange war Norwegen unter der Herrschaft Dänemarks und Schwedens, erst 1905 würde es unabhängig, jetzt hat es eine Union mit Dänemark. Man merkt das, wenn man durch die Stadt schlendert. Dänemark ist im Handel überall präsent! Es ist nicht Teil der EU, jedoch des EWR und damit ökonomisch mit der EU in Verbindung.
Norwegen gilt neben der Schweiz als eines der höchst entwickelten, sozialsten, demoktstischsten und wohlhabendsten Länder weltweit.
Die meisten Menschen leben im Osloer Fjord, um Bergen und um Trondheim. Je weiter nördlich man kommt, desto geringer ist die Bevölkerungsdichte. Im Norden lebt vor allem die Volksgruppe der Samen, von denen ca 40 000 norwegische Samen sind. Aber wirklich genau weiß man das nicht, denn die Samen teilen sich den Norden der skandinavischen Halbinsel mit den schwedischen, finnischen und russischen Samen. Diese Bevölkerungsgruppe ist ein indigenen Nomadenvolk und lebt hauptsächlich von der Rentierzucht und der Fischerei. Sie sind in allen Staaten als indigene Minderheit anerkannt und haben sogar ihr eigenes Parlament mit Sitz im Norden Norwegens.
Nun zur Küche Norwegens, einem meiner Steckenpferde😊: Die norwegische Küche ist traditionell einfach und unkompliziert und durch die Hausmannskost der Fischer und Bauern und den von ihnen produzierten Rohwaren geprägt. Fisch und Milchprodukte waren lange Zeit die Basis dieser Küche, ergänzt durch Brot und Getreidebrei und Fleischsorten wie Lamm, Ziege und Wild. Auf Grund des Klimas war die Konservierung von Lebensmitteln früher sehr wichtig, um die Versorgung während der Wintermonate zu gewährleisten. Viele Nahrungsmittel wurden daher geräuchert, gesalzen, eingelegt oder getrocknet. Neben Hering spielen auch Kabeljau, Lachs, Sardine und Makrele eine wichtige Rolle und in jüngerer Zeit auch Garnelen und Fiskeboller, das sind Fischlaibchen.
Alles in allem ist zu sagen, dass Norwegen ein wirklich interessantes Land ist mit freundlichen aber zurückhaltenden Menschen. Es lohnt sich auf jeden Fall (wieder) hierher zu kommen!











