Tag 11-Gent-Brüssel, (11.7.)

Gestern Abend planten wir noch die Route für heute und Google-Maps schlug uns wieder eine Route auf der Straße vor. Da uns das nicht gefiel, suchten wir nach Alternativen und fanden die App #bikemap. Wir richteten vermeintlich alles ein, damit wir am nächsten Morgen gleich losstarten können. Wir standen extra früh auf, denn die Route war ca 20 km länger, dafür schöner (hauptsächlich Radwege), als die vorher angesehene, damit wir nicht allzu spät in Brüssel ankamen. Es verzögert sich nämlich immer alles und die Strecke wird länger als beschrieben. Als wir fertig bepackt loslegen wollen und die App starten wollen  ist alles weg. Die Arbeit des gestrigen Tages war umsonst!😩 Alles neu starten, registrieren , ….dann muss man sich erst mit der App vertraut machen u.s.w. Ärger, Verzweiflung, kurz vom Hinschmeißen haben wir es geschafft und die App führte uns durch die schöne Landschaft Flanderns. Erst entlang des Flusses Schelde. Nach ca. der Hälfte des Weges führte er uns vorbei an Erdäpfel-, Spargel- und Zwiebelfeldern, Apfelplantagen sowie Koniferen-Baumschulen, einer total fruchtbaren Landschaft. Und ein paar ‚Bergerln‘ hatten wir auch auf der Strecke. Die Fahrt war zwar etwas lang und anstrengend,  aber die Abenteuerfahrt wartete erst wieder am Schluss in Brüssel auf uns. Von einer Anhöhe konnte man bereits die Europahauptstadt erblicken. Dann aber warfen wir uns erst so richtig ins Getümmel! In Brüssel macht jeder, was er will. Da wird bei ROT über die Kreuzung gefahren, in der nächsten Kreuzung steht einer mit seinem Auto und tratscht mit seinem Freund, sie parken am Fahrradstreifen, man hat null Knautschzone,… es gleicht einem Husarenritt! Obwohl – auf Fahrradfahrer wird doch immer Rücksicht genommen und die Fahrradwege sind vorhanden. Die letzten zwei Kilometer vor unserem Quartier müssen wir das Fahrrad schieben. Es ist unendlich viel los und das Kopfsteinpflaster ist eine Katastrophe fürs Fahrradfahren. Am Abend gehen wir noch essen: Moules frites, das Nationalgericht der Belgier, und später auf dem ‚Grand Place‘. Dort gibt es ein Freikonzert anlässlich des heutigen Unabhängigkeitstages Flanderns. Alle singen und jubeln mit. Wir verstehen zwar nichts vom Text, aber die Melodien sind gut und lassen uns mitshaken….